Tipps für den Fahrrad-Diebstahlschutz

Wer viel mit seinem Fahrrad unterwegs ist und noch länger eine Freude damit haben möchte, sollte sein Rad gut gegen Diebstahl schützen. Wir haben uns angesehen, welche Tipps  zur sicheren Verwahrung und Diebstahlsicherung deines Fahrrads besonders hilfreich sind. Damit  Fahrraddiebe es bei dir nicht leicht haben!

Das geeignete Fahrrad-Schloss

Um ein geeignetes Schloss für sein Fahrrad auszuwählen, muss man sich den Zweck überlegen:

  1. Möchtest du dein Fahrrad im öffentlichen Raum über mehrere Stunden abstellen? In diesem Fall solltest du auf jeden Fall ein schwereres, hochwertigeres Schloss, wie etwa ein Panzerkabelschloss, ein Bügelschloss oder ein Kettenschloss verwenden.
  2. Welcher Diebstahlschutz empfiehlt sich bei einem kurzfristigen Abstellen des Fahrrads für einen Zeitraum von nur wenigen Minuten? Hier würde auch ein Kabelschloss oder Rahmenschloss reichen. Diese dienen allerdings nur als „Wegfahrsperre“. Gegen den Gelegenheitsdiebstahl von Fahrrädern sind diese als „nicht sicher“ einzustufen.

Fahrrad-Schlösser, die mit einem Schlüssel sperrbar sind, gelten als sicherer als Schlösser mit Nummernkombination. Aber Achtung: einige Schlösser, die dick aussehen, sind nur „gut isoliert“ und haben einen dünnen Metallkern.

Typen von Fahrrad-Schlössern im Diebstahlschutz-Vergleich

  • Panzerkabelschlösser, Kettenschlösser und Bügelschlösser haben einen hohen Zeit- und Materialaufwand beim Aufbrechen.
  • Kabelschlösser, Rahmenschlösser und Nummernschlösser haben einen geringen Zeit- und Materialaufwand beim Aufbrechen.

Der geeignete Fahrrad-Abstellplatz

Fahrrad Abstellplatz

Neben der richtigen Schlossauswahl gilt es den geeigneten Abstellplatz für sein Fahrrad auszuwählen. Grundsätzlich sollte ein belebter, heller Platz ausgewählt werden. Wenn das Fahrrad regelmäßig mehrere Stunden abgestellt wird, sollte man unter mehreren Abstellplätzen variieren. Hinweis: Ein Rad, das immer am gleichen Platz abgestellt ist, erweckt den Eindruck, dass es keinen Besitzer mehr hat. Das senkt die Hemmschwelle für einen Diebstahl.

  • Das Fahrrad sollte immer an einem festen Gegenstand, am besten einem Fahrradabstellplatz, abgesperrt sein.
  • Mehrere Teile des Fahrrades – zumindest ein Laufrad und der Rahmen – sollten mit dem Abstellrahmen versperrt sein.
  • Das Schloss sollte nicht am Boden aufliegen.

Wenn das Fahrrad zu Hause abgestellt wird

Auch zu Hause sollte das Fahrrad sicher abgestellt und abgesperrt werden.

  • Die Zugänge zu Kellerabteilen und Fahrradabstellräumen sollten abgesperrt und die Räume regelmäßig kontrolliert werden.
  • Ein blickdichtes Kellerabteil schützt zudem vor dem Ausspionieren teurer Fahrräder oder anderer wertvoller Gegenstände.
  • Zubehör wie Fahrradcomputer, Werkzeug, Akkus bei Elektrofahrädern und ähnliches soll unbedingt abgenommen werden.

Warum der Fahrradpass wichtig ist

Die wichtigsten Eckdaten des Fahrrades sollten unbedingt schriftlich, zum Beispiel im Fahrradpass des BM.I, notiert werden. Diesen kann man hier herunterladen. Tipp: Einen Fahrradpass zum Ausdrucken stellt das Fahrradmagazin ifahrrad.at bereit und beschreibt die wichtigsten Daten, die man sich notieren sollte. Wird das Fahrrad gestohlen, ist der Fahrradpass nicht nur ein Nachweis des Eigentumsverhältnisses, sondern dient auch bei der Anzeigenerstattung bei der Polizei. Die Polizei identifiziert Gegenstände nach deren Individual- oder Seriennummer. Wenn bei der Anzeigenerstattung keine Nummer angegeben werden kann, gibt es auch kaum eine Chance das gestohlene Fahrrad wiederzubekommen.

Die Seriennummer vom Fahrrad findet man am Rahmen des Rades eingestanzt, meistens im Bereich des Tretlagers. Weitere Merkmale, die man am Fahrrad erfassen sollte sind Farbe, Marke und Art des Fahrrades, Marke und Art der Gangschaltung, Art des Antriebes und des Akkus bei Elektrofahrrädern, besondere Ausstattungen oder Merkmale und eventuelle Beschädigungen.

Tipp: Fülle den Fahrradpass genau aus und verwahren diesen sorgfältig aber griffbereit. Im Falle eines Diebstahles erhöhen Sie dadurch die Chancen, dein Fahrrad wieder zurückzubekommen. Der Fahrradpass ist auch bei der Schadensabwicklung mit der Versicherung sehr hilfreich.

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